Privates:

Ich wurde 1974 in Süddeutschland in der Gegend um Stuttgart geboren und verbrachte dort Kindheit und Jugend inmitten behüteter schwäbisch-dörflicher Idylle. Nach Abschluss einer Ausbildung zum Bankkaufmann tat ich Dienst bei der Armee (Militärpolizei) und arbeitete einige Jahre in der IT-Branche. 2006 zog ich schließlich der Liebe wegen nach Nordrhein-Westfalen und fühle mich hier, obwohl diese Liebe schon lange vergangen ist, inzwischen seit Jahren wie zuhause (abgesehen von dem eklatanten Mangel an wirklich vernünftigen Laugenbackwaren hier in NRW).

Ich bin der Mitbewohner meiner Katze Paula (hier ist unser gemeinsamer Instagram-Account) und abgesehen davon, dass wir beiden die wirklich besten Freunde sind, sind wir beide single und kinderlos.

Beruflich bin ich hier seit Jahren als Führungskraft in der Logistik tätig. Die Fotografie betrieb ich eine Zeit lang auch nebengewerblich, inzwischen aber nur noch nicht-kommerziell – also rein zur künstlerischen Freude. Ich bin daher auch nicht mehr als bezahlter Fotograf buchbar.

Was hat man von „kostenlos“:

Eine Frage, die ich immer wieder höre – speziell von Personen, die gerade erst anfangen sich mit dem Modeln zu beschäftigen und mit Begriffen wie „TFP“ noch nicht viel anfangen können, weil sie bisher keinen oder nur ganz wenig professionellen Kontakt zu Fotografen hatten. Verständlicherweise ist das Misstrauen dann groß, wenn ein Fotograf gute Bilder anbietet und das ganze nichts kosten soll.

Vielen Menschen scheint die Vorstellung, dass man etwas gerne macht und deshalb trotzdem nicht gleich alles in Geld verwandeln muss, in der heutigen Zeit wohl fremd geworden zu sein. Daher fällt es vielen schwer zu glauben, dass es Menschen gibt, die einfach mit Passion ein Hobby verfolgen (für das man eben dummerweise Models braucht). Auf Model-Seite ist aber auch Fakt: wer als Model Erfolg haben und seine Sedcard auch mit Fotos füllen möchte, in der Hoffnung irgendwann einmal ein Portfolio / Modelbook aufweisen zu können, mit dem man lukrative Pay-Jobs an Land ziehen kann, benötigt viele gute Fotos … und die bekommt man nur, wenn man entweder gute Fotografen für ein Shooting bezahlt oder gute Fotografen findet, die bereit sind TFP-Fotoshootings zu machen.

Erschwerend kommt aber leider hinzu, dass es auch unseriöse Zeitgenossen (Fotografen wie auch Abzocker-Agenturen) gibt, die es mit ihren Praktiken den anständigen Fotografen regelmäßig schwer machen. Es ist schade, dass unter einem solchen Kerl dann der Ruf von dutzenden anderen Fotografen leidet … deshalb habe ich auch bewusst auf meiner Webseite eine ganze Reihe von Modelmeinungen, die über mich Auskunft geben, veröffentlicht und zudem mache ich sowohl in persönlichen Gesprächen, als auch hier auf meiner Webseite, aktiv auf lauernde Gefahren aufmerksam.

Meine künstlerische Entwicklung:

Seit 2004 führte ich den Künstlernamen „Allsvartur“ (bzw. „Allsvartur.de“) und erlangte später damit auch in meiner Fotografie eine gewisse Bekanntheit, weil ich am liebsten mit totalen Anfängerinnen arbeite (die noch nie ein professionelles Fotoshooting erlebt habe) und dabei einigermaßen anschauliche Ergebnisse erziel(t)e.

Nach einer kreativen Pause von mehr als einem Jahr habe ich mich im Sommer 2020 anlässlich meines Wiedereinstiegs jedoch entschlossen den Namen „Allsvartur“ nicht mehr aktiv zu nutzen, sondern mich als Fotograf bei meinem Echtnamen „Oliver Kühnle“ nennen zu lassen, den Internetauftritt „Allsvartur.de“ durch „olli-fotografiert.de“ zu ersetzen und inhaltlich komplett neu und deutlich minimalistischer aufzusetzen (da mir ohnehin sonst wieder alles von faulen Fotografen abgekupfert oder sogar 1:1 geklaut wird). Vor diesem Namenswechsel habe ich mich lange Zeit gescheut, weil der Name „Allsvartur.de“ durch seine gute Reputation eine seit vielen Jahren sehr positiv wahrgenommene Marke ist und ich diesen Vorteil ungern verschenken wollte. Auf der anderen Seite schien mir die neue künstlerische Ausrichtung in meiner Fotografie aber eine gute Gelegenheit dies zur Abgrenzung von meinen früheren Schaffen auch mit einem neuen Label erkennbar zu machen.

Meine künstlerische Ausrichtung hat sich in der Form geändert, dass ich inzwischen ausschließlich in schwarzweiß arbeite und schwerpunktmäßig mit freizügigen Motiven (sofern dies die Rahmenbedingungen zulassen). Models, die sich absolut nicht für diese Art von Fotoshooting interessieren, kommen aktuell in der Regel auf eine Warteliste. Außerdem reduziere ich die Anzahl meiner fotografischen Projekte und bin auch deutlich anspruchsvoller in der Auswahl meiner Themen und Models. Nach wie vor arbeite ich aber sehr gerne mit Newcomer Models (Anfängerinnen / Einsteigerinnen, die noch nie vor einer Kamera standen) zusammen, auch wenn das oftmals deutlich anstrengender ist, als die Arbeit mit bereits erfahrenen Models, die gar keine Anleitung mehr benötigen.

Meine Philosophie:

Ich sehe die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Fotograf und Model nicht nur auf die zwei oder drei Stunden beim Shooting begrenzt, sondern sie beginnt schon lange vor dem Shooting zum Beispiel wenn sich das Model zum ersten Mal vorstellt oder spätestens bei der Vorbesprechung und Planung des Shootings und nach dem Shooting setzt sich die Zusammenarbeit fort, wenn es zum Beispiel um die Bildbesprechung geht.

Auch außerhalb einer konkreten Projektplanung lege ich sehr großen Wert darauf, meinen Models durch freundliche Konversation, gute Ratschläge und Hilfestellung bzw. Coaching bei der Planung ihrer Modelkarriere (sofern sie etwas in der Art anstrebt) oder bei sonstigen Problemen ein guter Ansprechpartner zu sein – auch wenn sie mal mit anderen Fotografen arbeiten. Meine Models sollen die absolute Gewissheit haben, mich immer 100% diskret zu wirklich allen Themen ansprechen zu können, denn nichts ist für das Gelingen von guten Foto-Terminen wichtiger als eine positive und vertrauensvolle Grundstimmung zwischen Fotograf und Model (siehe dazu die Meinungen meiner Models zur Arbeit mit mir).

Dabei habe ich nicht den Anspruch, dass meine Models für mich mehr sein sollen als Fotomodels und ich erwarte auch nicht, dass sie in mir mehr sehen als (nur) ihren Fotografen. OK, das war nicht ganz ehrlich… Ich meine im Optimalfall natürlich ihren „Lieblings-Fotografen“! Mir ist bekannt und auch ab und zu berichtet worden, dass es Fotografen gibt, die meinen, in ihrem Models eine Art Ersatzbeziehung zu haben, aber ich hingegen finde, dass dies in der professionellen Fotografie nichts zu suchen hat. Sicher, es gibt Models, mit denen auch ich inzwischen sehr gut befreundet bin und das ist eine wirklich schöne Sache, weil es sich dabei um liebe und vertrauenswürdige Menschen handelt, aber das hat nichts mit der eigentlichen Arbeit als Fotograf zu tun und ist auch keine Voraussetzung um bei mir modeln zu dürfen.

Bis heute standen fast alle meine Models (die hier auf meiner Seite zu sehen sind) noch nie vor einer professionellen Kamera, bevor sie bei mir ihr erstes professionelles Fotoshooting hatten und dadurch quasi „auf den Geschmack gekommen“ sind. Dabei konnte ich auch einigen meiner Newcomer nach den ersten Fotoshootings bei mir zu einer erfolgreichen Karriere als kommerziell arbeitendes Model verhelfen – worauf ich (ganz unbescheiden) ziemlich stolz bin hierfür mit meiner Arbeit und Anleitung den richtigen Anstoß gegeben zu haben.

Dafür benötige ich aber auch Kandidatinnen, die mehr wollen, als sich einfach nur mal eben schnell vorbeikommen, sich bequem ablichten zu lassen und kostenlose Bilder nach Hause mitzunehmen. Deshalb erwarte ich von meinen Models auch deutlich mehr Engagement und Identifikation bei/mit unserem gemeinsamen Projekt. Dies beginnt mit der Fähigkeit zeitnah und verbindlich ohne tagelanges Warten auf Antworten zu kommunizieren, geht weiter bei der zuverlässigen Einhaltung von Absprachen und Terminen und betrifft natürlich vor allem auch die Mitarbeit beim Shooting durch eine offene und vertrauensvolle Einstellung dem Fotografen gegenüber und endet auch nicht nach dem Shooting, wenn es zum Beispiel um die Einhaltung der lizenztechnischen Absprachen geht.

Solche Anforderungen werden sicher manche Anfängerin (die sich das deutlich bequemer vorgestellt hat) eher abschrecken und immer wieder sind solche Personen auch recht verdutzt, wie direkt und schnell ich eine angedachte Zusammenarbeit auch wieder beende, wenn ich den Eindruck habe, dass die notwendige ernsthafte Mitarbeit fehlt …. aber das nehme ich gerne in Kauf, wenn ich damit die ungeeigneten Kandidatinnen herausfiltern kann und meine Zeit nur noch den Models widme, die (so wie ich) zu 101% bei der Sache sind und nicht durch Halbherzigkeit meine Zeit verschwenden und Terminfenster blockieren, die andere motiviertere Models gerne wahrgenommen hätten.