Vorsicht vor „Schwarzen Schafen“:

Dass ich kostenlose Fotoshootings anbiete, ist weder ein Trick noch eine Abzocke mit Kleingedrucktem, aber es gibt (das muss man leider zugeben) „Schwarze Schafe“, die zuerst mit „kostenlosen Fotoshootings“ oder „kostenlosen Castings“ werben, aber dann (teilweise im Kleingedruckten) doch noch Geld verlangen.
Hier sind dann Kosten und Vereinbarungen versteckt, durch die dann Gebühren für Castings, Sedcards, das Führen der Model-Kartei oder die Übertragung der Bildrechte in Rechnung stellen und wenn man Pech hat, landet man in irgendwelchen kostenpflichtigen Agentur-Verträgen, aus denen man nicht so einfach oder nicht so schnell wieder herauskommt.
Zuerst mit kostenlosen Angeboten zu ködern und unerfahrenen jungen Mädels das Blaue vom Himmel zu versprechen, um sie (oder ihre Eltern) dann in irgendwelche gebührenpflichtigen Angebote zu locken, ist eine üble Masche, die leider seit Jahren gut zu funktionieren scheint.

Wie dieses Projekt funktioniert:

Mein künstlerisches Fotografie-Projekt ist 100% kostenlos, denn ich bin arbeite nicht gewerblich, sondern auf reiner „non profit“ Basis nur aus Passion an der People-Fotografie.

Bei mir bedeutet „kostenlos“ wirklich zu 100% kostenlos ohne Wenn und Aber:

  • Deine Aufnahme in meine Kartei ist kostenlos
  • Ein ggf. notwendiges Erstgespräch/Casting ist kostenlos
  • Das Fotos-Shooting ist kostenlos
  • Die Bearbeitung deiner Fotos ist kostenlos
  • Die Aushändigung an dich (als Download) ist kostenlos
  • Die Übertragung der Veröffentlichungsrechte für nicht-kommerzielle Zwecke ist kostenlos
  • Ich führe keine Agenturverträge oder ähnliches, sondern für jedes kostenloses Shooting wird ein eigener Vertrag (zwecks Rechteübertragung) abgeschlossen und auch dabei entstehen keine Kosten.
  • Sonstige Kosten und Gebühren erhebe ich keine

Ausnahmslos alle meine Models, von Beginn meiner Model-Fotografie an, werden dir bestätigen, dass sie noch nie auch nur einen Euro bei mir ausgegeben haben. Überhaupt kannst Du viele Meinungen meiner bisherigen Models hier auf meiner Seite nachlesen.

Wieso man sowas kostenlos macht:

Der „Deal“ bei dieser Art der kostenlosen Fotografie besteht aus zwei wesentlichen Unterschieden zur bezahlten Fotografie bei einem kommerziell arbeitenden Fotografen:

Erstens: da ich keine Bezahlung erhalte arbeite ich nur mit Models zusammen, die auch in mein eigenes visuelles Konzept passen und mit denen ich die gewünschten Ergebnisse erziele. Ich suche mir meine Fotopartnerinnen also genau aus.
Ein kommerzieller Fotograf, der für Fotoshootings bezahlt wird, arbeitet des Geldes wegen und daher verständlicherweise potentiell mit allen, die ihn bezahlen, denn wenn er Fotoshootingwünsche ablehnt, verdient er weniger. Dies ist gar nicht negativ gemeint, sondern nur ein faktischer Unterschied. Ein kommerzieller Fotograf bietet außerdem oft diverse Vorteile (z.B. kein Auswahlverfahren, keine Wartezeiten, ein kommerziell eingerichtetes Fotostudio) und viele kommerzielle Fotografen haben diesen Beruf auch wirklich erlernt oder studiert (da „Fotograf“ keine geschützte Berufsbezeichnung mehr ist, muss man sowas aber im Zweifelsfall nachfragen, wenn man Wert darauf legt nur einen gelernten/studierten Fotografen bezahlen zu wollen).

Zweitens: ich erhalte das Recht die Fotos öffentlich (z.B. im Internet) zu zeigen. Das ist somit quasi meine Belohnung. Dies wird zur gegenseitigen Absicherung immer in einem seriösen schriftlichen Vertrag vereinbart (man nennt das „TFP-Vertrag“, findest Du auch bei Wikipedia). Eine Veröffentlichung von Fotos, die dich zeigen, bedarf nämlich immer deiner Zustimmung, da Du ein „Recht am eigenen Bild“ hast – auch wenn der Fotograf der Urheber dieses Bildes ist und deshalb macht man das zur gegenseitigen Absicherung immer schriftlich.

Zu meiner Person:

Ich wurde 1974 in der Nähe von Stuttgart geboren. 2006 zog ich der Liebe wegen nach Hamm (NRW). Ich arbeite als Führungskraft in der Logistikbranche. Die Fotografie betreibe ich also ohne jegliches finanzielles Interesse rein zur künstlerischen Freude.

Ich bin der Mitbewohner meiner Katze Paula (unser gemeinsames Instagram) und abgesehen davon, dass wir glücklich sind einander zu haben, sind wir beide Single und kinderlos.

Meine künstlerische Entwicklung:

Seit 2004 führte ich den Künstlernamen „Allsvartur“ (bzw. „Allsvartur.de“) und erlangte damit ab 2012 in meiner Fotografie zunehmend auch deshalb eine gewisse Bekanntheit, weil ich am liebsten mit Anfängerinnen arbeite, die noch nie vor der Kamera gestanden sind und dabei einigermaßen anschauliche Ergebnisse erziel(t)e.

Ich arbeite natürlich auch mit fortgeschrittenen Models, aber die Arbeit mit Einsteigern ist eine schöne Herausforderung. Deshalb ist es bis heute noch immer so, dass fast alle meine Models zuvor noch nie vor einer professionellen Kamera standen, bzw. bei mir ihr erstes professionelles Fotoshooting hatten. Bei einigen meiner Newcomer ergab sich nach einem ersten Fotoshooting bei mir auch eine erfolgreiche Karriere als gewerblich arbeitendes Model – worauf ich ehrlich gesagt ziemlich stolz bin hierfür den Anstoß gegeben zu haben.

In den letzten Jahren betrieb ich die Fotografie auch gewerblich, jedoch habe ich schnell gemerkt, dass es in meinem Lebensentwurf ein großer Fehler war mein Hobby zum Beruf zu machen…

Das kreative Loch und danach:

Die gewerbliche Fotografie war für mich doch etwas ganz anderes, denn es macht für mich (wie ich heute weiß) einen gewaltigen Unterschied, ob ich Menschen des Geldes wegen oder der Passion wegen fotografiere. Zudem habe ich noch Veranstaltungen meines Arbeitsgebers fotografiert, obwohl mich diese persönlich gar nicht interessierten und vermisste dabei vor allem die Wertschätzung für meinen kostenlosen „Service“ (insb. wegen der dafür aufgewendeten privaten Ausrüstung).

Kurz und gut: mit all dem machte ich mir damit selbst in ganz kurzer Zeit jegliche Freude an der Fotografie kaputt und wollte über ein Jahr quasi nichts mehr tun, was mit der Fotografie in Verbindung stand. Ich überlegte auch ernsthaft meine komplette Ausrüstung zu verkaufen oder für wohltätige Zwecke zu stiften.

In dieser Zeit trieb mich vor allem die Frage: „Was habe ich eigentlich mit meinen Fotos Substanzielles für mich und mein mein eigenes Leben geschaffen?“ um … und es war nicht einfach eine zufriedenstellende Antwort darauf zu finden. Ich habe sprichwörtlich hundertausende Fotos gemacht, aber letztlich waren das alles nur Fotos, die „nur“ andere Menschen zeigten und daher bestenfalls für diese Menschen einen lebenslangen Erinnerungswert besaßen… aber für mich waren das keine Erinnerungen, die ein Leben lang hielten. Bei manchen Fotos erinnerte ich mich auch schon nicht mehr an die Fotoshootings oder die Modelnamen… und das machte mich nachdenklich.

Der äußerst positiven Einwirkung einer sehr lieben Freundin ist es aber zu verdanken, dass ich inzwischen wieder Interesse an der Fotografie gefunden habe.

Allsvartur.de —» olli.fotografiert

Anlässlich meines Wiedereinstiegs habe ich mich aber entschlossen den Namen „Allsvartur“ nicht mehr aktiv zu nutzen, sondern mich auf meinen Kurznamen „Olli“ zu beschränken – was vor allem den Vorteil hat, dass meine Models diesen Namen (im Gegensatz zu „Allsvartur“) wenigstens aussprechen und als Quellenangabe auswendig schreiben können.

Heute: Anders!

Was ich jedoch nicht mehr tun möchte ist einfach Fotos von irgendwelchen schönen Models zu machen. Ich möchte mit meinen Bilder noch mehr Gefühle und Eindrücke generieren. Das Model soll nicht mehr als bloße Person das Bild sein, sondern als Stilmittel im Bild sein… es sollen nicht mehr in der Hauptsache Portraits werden, sondern Stimmungsbilder und Szenen.

Dazu benötige ich Models, die mehr wollen, als sich einfach nur schön ablichten zu lassen und kostenlose Bilder nach Hause zu nehmen. Dies erfordert deutlich mehr Engagement und Identifikation mit dem jeweiligen Thema und das wird sicher manches Model (insb. als Anfänger) eher abschrecken, aber das nehme ich in Kauf, denn um mir meine Begeisterung nicht noch einmal abhanden kommen zu lassen betreibe ich die Fotografie nun wohl dosiert und ohne jeglichen Leistungsdruck.

Daraus ergibt sich die absolut notwendige Einsicht und Konsequenz, dass ich wirklich nur noch das mache, was mich selbst zu 101% begeistert und dies nur mit Models teile, die dies ebenfalls zu 101% selbst so sehen.

Deutlicher Schwerpunkt meiner aktuellen Arbeit sind freizügige Projekte (da dies in den letzten Jahren in meinem Schaffen so gut wie nie Thema war) und ganz definitiv gilt mein Entschluss fortan nur noch mit schwarz-weiß Aufnahmen zu arbeiten. Den Rest wird die Zeit zeigen …

Model: Eva Reichel / Fotograf: Oliver Kühnle
Farbe war gestern… ich arbeite nur noch monochrom (schwarz/weiß)
Model: Eva Reichel / Fotograf: Oliver Kühnle