Meine künstlerische Entwicklung

Meine künstlerische Entwicklung

Seit 2004 führte ich den Künstlernamen „Allsvartur“ (bzw. „Allsvartur.de“), besitze seither auch die entsprechende URL (Webadresse) und beschäftigte mich zu Anfang ausschließlich mit ziemlich düsteren und morbiden Motiven im Bereich der Gothic-Kultur und auch mit Fotografie auf Mittelalter-Events. Daher kam ursprünglich auch der Künstlername, denn Allsvartur bedeutet soviel wie „Tiefes Schwarz“.

Ab ca. 2012 war ich dieser kulturellen Ecke aber zunehmend entwachsen und wandte mich farbenfroher (normaler) Fotografie zu und erlangte dann damit auch eine gewisse Bekanntheit, weil ich im Gegensatz zu vielen anderen Fotografen am liebsten mit totalen Anfängerinnen arbeite (die noch nie ein professionelles Fotoshooting erlebt haben) und dennoch recht anschauliche Ergebnisse erziele, wie man das hoffentlich auf dieser Webseite sieht.

Durch den Fame beflügelt hielt ich es für eine tolle Idee kommerziell zu fotografieren … nur um dann festzustellen, dass mir das in Windeseile die Lust an der Fotografie zerstört hat, weil es für mich einen Unterschied macht, ob ich jemand fotografiere, weil es mich reizt oder weil ich dafür Geld bekomme.

Nach diesem ziemlich schlimmen fotografischen Burnout von mehr als einem Jahr (während der ich so von der Fotografie frustriert war, dass ich sogar überlegt habe meine komplette Ausrüstung zu verkaufen) habe ich im Sommer 2020 durch das liebe Zutun einer sehr guten Freundin (und vor langer Zeit auch Partnerin) ziemlich spontan und unvorhersehbar aber mit Wucht die Lust an der Fotografie wiedergefunden.

Für mich war jedoch klar, dass ich nicht einfach mit den gleichen Fotos weitermachen wollte, wie ich sie zuletzt gemacht habe. Ich habe davon einfach zu viele gemacht und auch zu viele Fotos in der immer wieder gleichen Art. Deshalb wollte ich auch in meinem künstlerischen Ausdruck eine klare Veränderung vornehmen.

Anlässlich dieses Wiedereinstiegs habe ich mich dann entschlossen den Namen „Allsvartur“ nicht mehr aktiv zu nutzen, sondern mich als Fotograf bei meinem Echtnamen „Oliver Kühnle“ nennen zu lassen, den Internetauftritt „Allsvartur.de“ durch „olli-fotografiert.de“ zu ersetzen und die Homepage inhaltlich komplett neu und deutlich reduzierter aufzusetzen (da mir ohnehin sonst wieder alles von faulen Fotografen abgekupfert oder sogar 1:1 geklaut wird).

Vor diesem Namenswechsel habe ich mich lange Zeit gescheut, weil der Name „Allsvartur.de“ durch seine gute Reputation eine seit vielen Jahren sehr positiv wahrgenommene Marke war und ich diesen Vorteil nicht gerne verschenken wollte. Auf der anderen Seite schien mir die neue künstlerische Ausrichtung in meiner Fotografie aber eine gute Gelegenheit dies zur Abgrenzung von meinen früheren Schaffen auch mit einem neuen Label erkennbar zu machen.

Außerdem hatte ich mit dem alten Namen „Allsvartur“ immer mit dem Umstand leben müssen, dass geschätzt 99% meiner Models meinen Fotografennamen weder korrekt aussprechen noch auswendig unter ein Foto schreiben konnten…

Die besagte künstlerische Ausrichtung hat sich dabei ganz grundsätzlich in der Form geändert, dass ich inzwischen ausnahmslos in schwarzweiß arbeite und eigentlich nur noch mit freizügigen Motiven (sofern dies die Rahmenbedingungen wie z.B. das Alter des Models zulassen).

Models, die sich absolut nicht für diese Art von freizügigen Fotoshooting interessieren, sind bei mir daher im Moment eher an der falschen Adresse, weil sie bestenfalls auf eine Warteliste kommen – für den Fall, dass ich vielleicht doch mal ein „normales“ Shooting machen möchte. Dadurch reduziert sich natürlich die Anzahl Bewerberinnen enorm und sehr oft verlieren Interessentinnen ganz schnell das Interesse, wenn sie lesen, dass ich Bereitschaft zur künstlerischen Freizügigkeit erwarte, aber das ist mir ganz Recht, denn ich möchte auch die Anzahl meiner fotografischen Projekte in gering halten und nicht mehr so umtriebig sein und von Projekt zu Projekt hetzen wie vor meinem kreativen Burnout.

Dessen ungeachtet arbeite ich aber nach wie vor sehr gerne mit Newcomer Models (absolute Anfängerinnen / Einsteigerinnen, die noch nie vor einer Kamera standen) zusammen, auch wenn das für mich in der Regel deutlich anstrengender ist als die Arbeit mit bereits erfahrenen Models, die gar keine Anleitung mehr benötigen und denen man vorher keine Begriffe wie „TFP“ oder den Sinn von Fotoshooting-Verträgen erläutern muss.